Tiefer zu den Wurzeln

Das Projekt „Tiefer zu den Wurzeln / Hlouběji ke kořenům“ führt zu konkreten und nachhaltigen Ergebnissen im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und Bildung. Zu den wichtigsten Ergebnissen gehören die Durchführung eines dreitägigen deutsch-tschechischen Schüleraustauschs, die Erstellung zweisprachiger Präsentationen, Plakate und Kurzreportagen über die bergmännischen Traditionen des Erzgebirges. Diese Ergebnisse werden in Schulen und auf den Webseiten der Partner präsentiert und dienen als Grundlage für weitere Bildungsaktivitäten.

Das Projekt „Tiefer zu den Wurzeln / Hlouběji ke kořenům“ verbindet deutsche und tschechische Schülerinnen, Schüler und Studierende über die sächsisch-tschechische Grenze hinweg durch die Auseinandersetzung mit den gemeinsamen montanen Traditionen des Erzgebirges sowie mit den damit verbundenen technischen Denkmalen, die die gemeinsame historische Entwicklung des sächsisch-tschechischen Erzgebirges belegen. Das Projekt reagiert auf die Tatsache, dass das sächsische und das böhmische Erzgebirge zwar eine gemeinsame historische Erfahrung und ein gemeinsames kulturelles Erbe teilen, das Bewusstsein der jungen Generation für diese Zusammenhänge jedoch häufig fragmentiert und auf nationale Perspektiven beschränkt ist. Das Projekt schafft daher Raum für direkte persönliche Begegnungen, gemeinsames Lernen und den Aufbau langfristiger grenzüberschreitender Beziehungen, die im regulären Schulunterricht nicht möglich sind. Im Rahmen des Projekts finden eine zweitägige sowie vier eintägige Veranstaltungen statt, in deren Verlauf die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Geschichte des Bergbaus, seine technischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutungen sowie seine Auswirkungen auf die Entwicklung des tschechisch deutschen Grenzraums entdecken. Die zweitägige Veranstaltung konzentriert sich auf den weiteren Raum zwischen dem sächsischen und dem tschechischen Cínovec/Zinnwald und Annaberg-Buchholz, während die eintägigen Veranstaltungen auf den Raum zwischen dem sächsischen und dem tschechischen Cínovec/Zinnwald sowie Fláje und Clausnitz ausgerichtet sind. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die gemeinsame Vergangenheit der Region zu stärken, die internationale Zusammenarbeit der jungen Generation zu fördern und die Beziehung der Teilnehmenden zum gemeinsamen kulturellen Raum des Erzgebirges zu vertiefen. Auf diese Weise trägt das Projekt zur Stärkung einer gemeinsamen Identität der Bewohnerinnen und Bewohner des sächsisch-tschechischen Grenzraums und zur Wahrnehmung des Erzgebirges als eines einheitlichen historischen und kulturellen Raums jenseits staatlicher Grenzen bei. Auf tschechischer Seite nehmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dubí, des Kepler-Gymnasiums in Prag, des Gymnasiums Teplice, des Gymnasiums Litvínov sowie von Grundschulen aus Dubí, Teplice und Litvínov teil. Auf deutscher Seite beteiligen sich Schülerinnen und Schüler des Friedrich Schiller-Gymnasiums Pirna, des Gymnasiums Olbernhau, des Bernhard-von-Cotta-Gymnasiums in Brand-Erbisdorf sowie von Grundschulen in Rechenberg-Bienenmühle, Altenberg und Olbernhau. Das Projekt trägt zur Verbesserung der Information über das grenzüberschreitende kulturelle Erbe bei und fördert die gegenseitige Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Partnerregionen. Bestandteil des Programms sind gemeinsame thematische Workshops, Diskussionen, die Arbeit in gemischten -deutsch-tschechischen Teams sowie die Erstellung zweisprachiger Präsentationen und weiterer Ergebnisse, die in den Schulen beider Länder genutzt werden. Die Projektergebnisse werden darüber hinaus im Rahmen der Bildungsprogramme der beteiligten Schulen sowie über soziale Netzwerke präsentiert und tragen so zur Verbreitung von Informationen über das gemeinsame grenzüberschreitende Erbe auch in der breiten Öffentlichkeit des geförderten Gebiets bei. Das Projekt unterstützt Chancengleichheit und die Grundsätze der Nichtdiskriminierung. Die Aktivitäten stehen Mädchen und Jungen unabhängig von Nationalität, Sprachkenntnissen oder sozialem Hintergrund offen. Das Projekt wird im Einklang mit den Grundsätzen der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Chancengleichheit und der Nichtdiskriminierung umgesetzt und berücksichtigt die Vielfalt der Teilnehmenden hinsichtlich Alter, Gesundheitszustand sowie kulturellem und religiösem Hintergrund. Der Schwerpunkt liegt auf Teamarbeit, gegenseitigem Respekt, interkulturellem Verständnis sowie der Schaffung eines sicheren und inklusiven Umfelds für alle beteiligten Teilnehmenden.



Förderzeitraum

20.02.2026 - 31.12.2026

Antragsteller

Město Dubí

Region/Landkreis

Ústecký kraj

Förderprogramm

KPF Interreg Sachsen-Tschechien 2021-2027

Budget

Gesamtbudget in Höhe von 17.280,00 €, davon wurden 13.824,00 € gefördert.