Flugfest am Raná
Ziel dieses Projekts ist es, eine breite Öffentlichkeit mit Interesse am Fliegen anzusprechen und einen offenen Raum für Begegnung, Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Kennenlernen über die deutsch-tschechische Grenze hinweg zu schaffen.
Das Projekt ist inspiriert von den Erfahrungen eines deutsch-tschechischen Treffens zum Thema Paragliding, das im Jahr 2025 stattfand und sich primär auf die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern von Paragliding-Clubs konzentrierte. Das neue Projekt erweitert diesen Ansatz gezielt in Richtung der breiten Öffentlichkeit. Das Projekt verbindet innovativ zwei unterschiedliche Bereiche des Freizeitsports – Paragliding und Hängegleiten – und stellt sie als Teil eines gemeinsamen kulturellen und sportlichen Raums dar. Das Zusammentreffen beider Herangehensweisen an das Fliegen schafft natürliche Voraussetzungen für einen generationenübergreifenden und grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch, an dem sich aktive Pilotinnen und Piloten, Einsteigerinnen und Einsteiger sowie Besucherinnen und Besucher ohne Vorkenntnisse beteiligen können. Eine zentrale Rolle im Projekt spielen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus den Reihen tschechischer und deutscher Pilotinnen und Piloten, die über einzigartige persönliche Erfahrungen verfügen, die bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts und in die Zeit vor 1989 zurückreichen. Das Projekt trägt somit zur Bewahrung und Weitergabe des immateriellen Kulturerbes bei, das mit der Flugtradition des Raná verbunden ist. Das Projekt wird durch eine zentrale Hauptaktivität umgesetzt, die einen Gedenkcharakter, die Präsentation von Luftsportarten und Vereinen, den Erfahrungsaustausch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie grenzüberschreitende Begegnungen miteinander verbindet. Die Hauptaktivität ist ein offenes öffentliches Flugfest mit Gedenkcharakter, das Hängegleiten und Paragliding einer breiten Öffentlichkeit vorstellt und zur Förderung des Luftsports in der Grenzregion beiträgt. Bestandteil des Programms ist eine Gedenkveranstaltung an einer Kapelle mit einer Gedenktafel für tschechische und deutsche Piloten, die beim Fliegen ums Leben gekommen sind, einschließlich eines Gottesdienstes und eines begleitenden Programms. Das Programm umfasst außerdem publikumswirksame Vorführungen im Hängegleiten und Paragliding, die Präsentation verschiedener Formen des Fliegens sowie die Möglichkeit für Besucherinnen und Besucher, direkt mit den Pilotinnen und Piloten in Kontakt zu treten. Ebenfalls Teil des Programms ist die Präsentation tschechischer und deutscher Vereine und ihrer Aktivitäten. Ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung ist die aktive Einbindung von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen an die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Pilotinnen und Piloten vorstellen. Das Projekt richtet sich an die breite Öffentlichkeit mit Interesse am Fliegen, aktive Pilotinnen und Piloten, Einsteigerinnen und Einsteiger, Mitglieder von Luftsportvereinen sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen auf beiden Seiten der Grenze. Das Projekt trägt zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Kommunikation und Zusammenarbeit bei und stärkt die Identifikation der Bevölkerung im Grenzraum mit ihrem gemeinsamen Lebensraum. Zum Projekt gehören auch grenzüberschreitende Öffentlichkeitsmaßnahmen, insbesondere eine gemeinsame deutsch-tschechische Bewerbung, Informationsmaterialien für Besucherinnen und Besucher sowie Präsentationen der Aktivitäten vor Ort, mit dem Ziel, das Bewusstsein für gemeinsame Aktivitäten zu stärken und die Wahrnehmung des deutsch-tschechischen Raums als Ort der Zusammenarbeit zu fördern. Die Veranstaltung wird über soziale Medien, die Websites der Projektpartner, Online-Veranstaltungskalender sowie durch gedruckte Plakate und Banner in der Region auf beiden Seiten der Grenze beworben.
Förderzeitraum
21.05.2026 - 31.12.2026
Antragsteller
Paragliding klub Raná, z. s.
Region/Landkreis
Ústecký kraj
Förderprogramm
KPF Interreg Sachsen-Tschechien 2021-2027
Budget
Gesamtbudget in Höhe von 9.418,25 €, davon wurden 7.534,60 € gefördert.