Über 5 Millionen junge Bäume für den sächsischen Staatswald
Gepflanzt werden zu großen Teilen Laubgehölze (ca. 72 %), wobei vorrangig die Rotbuche (ca. 34 %) und Eichenarten wie die Traubeneiche (ca. 10 %) und die Stieleiche (ca. 9 %) in den Boden gebracht werden. Bei den Nadelhölzern ist es vor allem die Weißtanne (ca. 21 %), die für den Waldumbau insbesondere in den Mittelgebirgslagen von entscheidender Bedeutung ist. Pflanzungen und Waldsaaten erfolgen auf einer Fläche von ca. 1.310 Hektar. Für Waldsaaten werden vor allem Weißtannen, Traubeneichen und Rotbuchen gesät. Durch zusätzliche Naturverjüngung wird der Aufbau klimastabiler Wälder ebenfalls unterstützt. Insgesamt investiert der Freistaat Sachsen 2026 dafür rund 15,6 Millionen Euro.
Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: „Damit unsere Wälder langfristig wachstumsfreudig bleiben und mit ihren vielfältigen Ökosystemleistungen auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen, brauchen wir klimastabile, arten- und strukturreiche, leistungsfähige Wälder. Dank des bereits in den 1990er Jahren begonnenen Waldumbaus hat sich der Zustand der Wälder in Sachsen deutlich verbessert. Der Laubbaumanteil ist gestiegen, die Bestände der besonders durch die Erderwärmung gefährdeten Fichte sind gesunken. Diesen Weg hin zu vielschichtigen Waldflächen mit standortgerechten Baumarten werden wir konsequent fortsetzen.“
Pflanzen- und Saatgutverfügbarkeit stellen Herausforderungen dar
Sachsenforst betreibt drei eigene Baumschulen, um aus dem geernteten Saatgut junge Bäume heranzuziehen, die dann in die Wälder gepflanzt werden können. Rund 1,8 Millionen Bäume und Sträucher werden so für dieses Jahr im eigenen Betrieb gewonnen. Die restlichen Pflanzen liefern private Forstbaumschulen. Das dafür notwendige Saatgut wird in ausgewiesenen Forstsaatgutbeständen geerntet. Die Ernte und der Handel des gesamten forstlichen Vermehrungsgutes (Saatgut und Pflanzen) unterliegen den strengen Regeln des Forstlichen Vermehrungsgutgesetzes, wodurch eine hochwertige Qualität gewährleistet wird.
Weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter www.sachsenforst.de und www.wald.sachsen.de