Tage des erzgebirgischen Spielzeugs ohne Grenzen – deutsch tschechische Begegnung von Handwerk und Öffentlichkeit

Das Projekt „Tage des erzgebirgischen Spielzeugs ohne Grenzen deutsch-tschechische Begegnung von Handwerk und Öffentlichkeit“ knüpft an langfristige Aktivitäten zur Erforschung, Präsentation und Bewahrung der Tradition des erzgebirgischen Spielzeugs an, die einen wesentlichen Bestandteil des gemeinsamen kulturellen Erbes im deutsch-tschechischen Grenzraum darstellen.

Antragsteller ist der Verein Novoveský horský spolek, der in der Region langfristig tätig ist (früher unter dem Namen „Řemeslo tradice a historie v příhraniční oblasti Krušných hor, o. s.“) und aktiv die grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickelt. Der Verein arbeitet eng mit dem Hersteller traditioneller Holzspielwaren NBW sowie weiteren regionalen Akteuren zusammen und pflegt langjährige Verbindungen insbesondere in Richtung Olbernhau, einschließlich der Zusammenarbeit mit dem historischen Areal Saigerhütte. Diese Strukturen bilden eine stabile Grundlage für die Umsetzung des Projekts und stärken seinen grenzüberschreitenden Charakter. Das Projekt baut unmittelbar auf dem deutsch-tschechischen Projekt „Erzgebirgische Spielzeugindustrie – zwei Länder, zwei Wege“ auf, das im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit realisiert wurde und in dem NBW als fachlicher Partner eingebunden war. Der Novoveský horský spolek war in dieses Projekt indirekt durch die Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren sowie durch an die Projektergebnisse anknüpfende Aktivitäten eingebunden. Das neue Projekt nutzt diese Ergebnisse insbesondere Forschungsergebnisse, Wanderausstellung, Fachpublikation sowie Dokumentarfilme – und entwickelt sie weiter in Richtung einer aktiven Einbindung der Öffentlichkeit. Kern des Projekts ist die Durchführung eines offenen grenzüberschreitenden Treffens in Nová Ves v Horách (im Areal des Museums und der Produktionsstätte NBW), das die Bevölkerung beiderseits der Grenze durch gemeinsame Aktivitäten miteinander verbindet. Es handelt sich nicht nur um eine klassische Kulturveranstaltung, sondern um ein aktives Beteiligungsformat, bei dem die Teilnehmenden selbst in kreative Werkstätten, Demonstrationen traditioneller Herstellungsverfahren von Holzfiguren (z. B. Räuchermännchen und Nussknacker) sowie in den Austausch handwerklicher Kenntnisse eingebunden werden. Ein Bestandteil des Programms ist zudem die Präsentation der im vorherigen Projekt entstandenen Wanderausstellung, die als fachlicher und thematischer Rahmen dient und das Verständnis für das gemeinsame kulturelle Erbe der Region vertieft. Das Projekt verbindet somit wissenschaftliche Ergebnisse mit praktischer Erfahrung und direkter Beteiligung der Öffentlichkeit. Ziel des Projekts ist es, einen Raum für direkte Begegnungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern beiderseits der Grenze zu schaffen, den Austausch über das gemeinsame kulturelle Erbe zu fördern und das gegenseitige Verständnis zu stärken. Gleichzeitig trägt das Projekt zum Aufbau langfristiger grenzüberschreitender Beziehungen bei und stärkt die Identität des Erzgebirges als gemeinsamen Kulturraum unabhängig von staatlichen Grenzen. Das Projekt richtet sich an die breite Öffentlichkeit ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl und schafft ein offenes und inklusives Umfeld für verschiedene Zielgruppen, einschließlich Familien mit Kindern. Bestandteil des Projekts ist auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit auf beiden Seiten der Grenze durch zweisprachige Materialien und Online-Kommunikation.



Förderzeitraum

01.09.2026 - 31.12.2026

Antragsteller

Novoveský horský spolek - spolek pro oživení Krušnohoří

Region/Landkreis

Ústecký kraj

Förderprogramm

KPF Interreg Sachsen-Tschechien 2021-2027

Budget

Gesamtbudget in Höhe von 9.388,49 €, davon wurden 7.510,79 € gefördert.