Gemeinsame Vorstands- und Ratssitzung der Euroregion

Die diesjährige gemeinsame Mitgliederversammlung beider Teile der Euroregion fand am 10. November 2017 in der Baldauf Villa in Marienberg statt, eine Einrichtung des Kul(T)our-Betriebs des Erzgebirgskreises. Große Aufmerksamkeit widmeten die Mitglieder des gemeinsamen Gremiums der Analyse der Förderprogramme, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unterstützen. Die Geschäftsführerin des deutschen Teils der Euroregion Beate Ebenhöh informierte ausführliche zum Kooperationsprogramm der sächsisch-tschechischen Zusammenarbeit Interreg V A, sowohl zu den Großprojekten als auch zum Kleinprojektefonds dieses Programms, der am meisten zur Begegnung und Annäherung der Menschen aus beiden Teilen der Euroregion beiträgt. Im Anschluss an die Präsentation ergänzten die Projektmanagerin Elke Zepak für die deutsche Seite und die Finanzmanagerin Ing. Petra Konečná für die tschechische Seite den aktuellen Stand.

Auf ihrer letzten gemeinsamen Sitzung auf Schloss Krásný Dvůr hatte sich die Euroregion   zur Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie entschlossen. In Marienberg wurden bereits erste Themen vorgestellt, die sich aus den Anregungen der gemeinsamen Facharbeitsgruppen ergeben haben und die bei der Erarbeitung der Strategie berücksichtigt werden sollen. Die tschechische Seiter der Euroregion (Krušnohoří) möchte sich im nächsten Jahr mehr auf die Aktualisierung und Modernisierung ihrer Website und auf soziale Netzwerke konzentrieren, sie möchte gemeinsame Aktivitäten mit den Nachbarregionen unterstützen und weiterhin gemeinsam den zweisprachigen Berichterstatter Infopress herausgeben. Eine große Diskussion, ähnlich wie in den Facharbeitsgruppen, entbrannte hinsichtlich der Verordnung der Verwaltungsbehörde zu sich wiederholenden Projekten, die schon in das Umsetzungsdokument eingestellt worden ist. Das gemeinsame Gremium ist der Meinung, dass man mit dieser Thematik differenzierter umgehen muss. Viele sich wiederholenden Projekte entwickeln gerade aus diesem Grund eine große Nachhaltigkeit. Projekte der Partnergemeinden, traditionelle Veranstaltungen, die Herausgabe des Berichterstatters vertiefen die bisherige Zusammenarbeit und sind Beispiele für best practice. Es wurde beschlossen, dass die Geschäftsführer ihre Kollegen der sächsisch-tschechischen Euroregionen kontaktieren und einen gemeinsamen Standpunkt zur Unterstützung sich wiederholender Projekte vorbereiten.    

Zum Abschluss der Sitzung stellte die Leiterin des Freizeitzentrums Constanze Ulbricht den Teilnehmern die Einrichtung bei einer Besichtigung genauer vor. Die Baldauf Villa ist ein Ort, an dem vielen sächsisch-tschechischen Projekten umgesetzt werden. Constanze Ulbricht war die allererste Preisträgerin des „Preises der Euroregion Erzgebirge/Krušnohoří für hervorragende grenzüberschreitende Zusammenarbeit“.