Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen

Ohne Kohle kein Boom – Willkommen im Revier! Die Industrialisierung in Sachsen wäre ohne die Steinkohle nicht denkbar gewesen. Im Rahmen der diesjährigen Landesausstellung "Boom: 500 Jahre Industriekultur" zeigt das Bergbaumuseum die Sonderschau "Kohle-Boom".

Die 4. Sächsische Landesausstellung „Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ ist am 10. Juli 2020 feierlich in Zwickau eröffnet worden. Die Ausstellung wird für die Besucher vom 11. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 im Audi-Bau in Zwickau zu sehen sein.

In der Zentralausstellung im Zwickauer Audi-Bau sowie an sechs authentischen Schauplätzen in Südwestsachsen zeigt die Ausstellung wesentliche Aspekte der sächsischen Vergangenheit. Gleichzeitig erleben die Besucher die Auswirkungen der Industrialisierung bis in die Gegenwart hinein und können sich dabei mit elementaren Fragen unserer Zukunft auseinandersetzen.

Seit dem 15. Jahrhundert ist in der Region des heutigen Freistaats Sachsen eine einzigartige europäische Wirtschafts- und Kulturlandschaft entstanden, die ganz wesentlich von der Industrie geprägt wird. Der umfassende Begriff der Industriekultur bezieht sich in dieser Landesausstellung nicht allein auf die Geschichte von Unternehmen, Technologien und Produkten, sondern er umfasst gleichzeitig auch die tiefgreifenden Folgen von industriellen Prozessen auf die Menschen, ihre Identitäten und  Mentalitäten, auf Gesellschaft, Kultur und Umwelt.

Der Titel "Boom" spielt darauf an, dass in der industriellen Entwicklung Sachsens auf Aufschwung-Phasen häufig heftige Abschwünge folgten – auch davon wird die Zentral-ausstellung erzählen. Sachsen konnte solche Krisen jedoch dank des Erfinder- und Unternehmergeistes seiner Bevölkerung und mit dem Transfer von Wissen aus anderen Regionen immer wieder überwinden. Durch diesen Fokus auf die produktive Bewältigung historischer Krisen gewinnt die Ausstellung in Zeiten der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie an aktueller Relevanz.